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In der WELT erschien am 14. April 2016 ein sehr lesenswerter Artikel von Tobias Kaiser über die aktuelle Situation in Nepal – ein Jahr nach dem großen Beben. 

Frisch gebloggt: Meine sechs Wochen bei Shanti

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.”
(Albert Schweitzer)

Berichte, Interviews, Nachrichten aus der
Shanti Leprahilfe

Die Shanti Leprahilfe bietet Menschen in Nepal eine Zuflucht, um die sich dort niemand kümmert: Obdachlosen, Versehrten, Waisen, verstoßenen Frauen und Mädchen, Menschen mit Behinderung. Bei Shanti finden sie ein Dach über dem Kopf, Arbeit, Essen, Schule, medizinische Versorgung. Shanti gibt den Menschen ihre Würde zurück und einen Platz in der Gesellschaft. Weitere Informationen: www.shanti-leprahilfe.de

April 2015

Upcycle-Produkte made by Shanti: Nützliches für den Alltag aus alten Gummischläuchen

Geldbörsen aus alten Autoschläuchen – hübsch aufgearbeitet mit eingenähten Stickereiresten. 

Alte Fahrrad- und Autoschläuche sind in Nepal günstig zu bekommen. Schon vor einigen Jahren hatte Marianne Grosspietsch die Idee, dieses Altgummi für Alltagsartikel zu nutzen, weil es extrem strapazierfähig und auch wetterfest ist. So entstanden

  • Federmäppchen für die Schulkinder
  • Hüllen für die auch in Nepal höchst beliebten Smartphones und Tablets
  • Portemonnaies
  • Taschen
  • Papierkörbe
  • Sitzbezüge für den Schulbus
  • Fußbodenbelag als Unterlage für die Fleckerlteppiche

Der Shanti-Schneider Singha San ist besonders geschickt im Nähen von Taschen aus alten Autoschläuchen – und das mit seinen leprageschädigten Händen! 

Um diese Produkte herzustellen, werden die Schläuche in Stücke geschnitten, gesäubert und dann weiterverarbeitet. Die kleineren Artikel wie Geldbörsen, Taschen und Hüllen werden mit Stoff abgefüttert, sodass sie noch wertiger werden. Was alle überrascht hat: Die Produkte riechen erstaunlicherweise kaum nach Gummi! 

Von besonderem Wert sind die Fußbodenbeläge, die den in Nepal üblichen Betonboden bedecken und eine gute Isolierschicht darstellen. Normalerweise sind Teppiche in Nepal nur für Reiche erschwinglich. Uns liegt es aber am Herzen, gerade unsere Patienten und vor allem auch die Kinder vor Kälte zu schützen.

Ganz abgesehen davon, dass ein Betonfußboden als Untergrund im Alltagsleben, in Schlaf- und Aufenthaltsräumen nicht gerade angenehm und schön ist – weshalb wir den Gummi-Belag noch mit den farbenfrohen und wärmenden Fleckerlteppichen bedecken. 

Auf dem Foto links hat Singha San die bereits aneinandergenähten Gummischlauch-Stücke auf dem Fußboden ausgelegt. Auf dem Tisch rechts liegt der große bunte Fleckerlteppich, der später über den Gummifußbodenbelag gelegt wird. 

Singha San ist vor ​20 Jahren zu Shanti gekommen, weil sein Dorf ihn aufgrund seiner Lepraerkrankung verstoßen hatte. Seither gehört er zur Shanti-Familie und ist eine maßgebliche Stütze in der Schneiderei.

Fotos: (c) privat und Annette Bopp

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