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In der WELT erschien am 14. April 2016 ein sehr lesenswerter Artikel von Tobias Kaiser über die aktuelle Situation in Nepal – ein Jahr nach dem großen Beben. 

Frisch gebloggt: Meine sechs Wochen bei Shanti

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.”
(Albert Schweitzer)

Berichte, Interviews, Nachrichten aus der
Shanti Leprahilfe

Die Shanti Leprahilfe bietet Menschen in Nepal eine Zuflucht, um die sich dort niemand kümmert: Obdachlosen, Versehrten, Waisen, verstoßenen Frauen und Mädchen, Menschen mit Behinderung. Bei Shanti finden sie ein Dach über dem Kopf, Arbeit, Essen, Schule, medizinische Versorgung. Shanti gibt den Menschen ihre Würde zurück und einen Platz in der Gesellschaft. Weitere Informationen: www.shanti-leprahilfe.de

Februar 2016

NepalKinder

Welt-Lepra-Tag bei Shanti in Kathmandu

Seit 1954 wird am letzten Sonntag im Januar zum Welt-Lepra-Tag aufgerufen. Dieser Termin wurde gewählt in Erinnerung an den Todestag von Mahatma Gandhi, der sich für Leprakranke sehr engagiert hat. 

Seinerzeit war es noch nicht möglich, Lepra zu heilen. Heute ist das zwar machbar, aber die Krankheit noch längst nicht ausgerottet. Jährlich erkranken immer noch 230.000 Menschen daran – die Dunkelziffer ist weitaus höher. Daher ist der Welt-Lepra-Tag immer noch aktuell und inzwischen eine feste Institution in etwa 130 Ländern der Welt. 

Der Demo-Zug der SchülerInnen und Studierenden

Zum diesjährigen Welt-Lepra-Tag jaben Ritu Pant, Angshu Neupane, Samana Parajuli, Sneha Joshi und Sushmita Bhadari, Studierende für Sozialarbeit am St. Xavier's College in Kathmandu, gemeinsam mit SchülerInnen der 6. Klasse und des Hostels einen Demonstrationszug durch Tilganga und die nähere Umgebung (vor allem in den Stadtteilen Pingalasthan und Gaushala) gestartet, um auf das Lepra-Problem aufmerksam zu machen. Sie wollten die Menschen informieren, dass Lepra durch rechtzeitige Diagnose und Behandlung – zum Beispiel in der Hape-Kerkeling-Klinik von Shanti in Kathmandu – heilbar ist. 

Solche Aktionen sind leider auch heute noch dringend nötig, denn in der nepalesischen Gesellschaft gibt es große Vorbehalte gegenüber kranken und behinderten Menschen. 

Der Demo-Zug für eine sauberere Umwelt  im Dezember 2015 startete im Shanti-Zentrum in Tilganga ... 

Die Studierenden leisten ihre Praxisstunden an zwei Tagen in der Woche in unterschiedlichen Bereichen im Shanti-Zentrum ab. Sie haben einen Aktionsplan aufgestelt, um einen kleinen Beitrag zu leisten, die nepalesische Gesellschaft zum Besseren zu verändern.

... aber davor wurde erst einmal das Zentrum saubergemacht! 

Dazu gehörte auch ein Umwelt- und Putztag bei Shanti mit allen SchülerInnen sowie eine Demonstration unter dem Motto "No pollution is the better solution" (keine Umweltverschmutzung ist die bessere Lösung).

Der Demo-Zug bewegt sich durch das Stadtviertel

Der Demo-Zug der Schulkinder war in zwei Bereiche aufgeteilt:

- ein Teil der Kinder trug Plakate mit Parolen auf Englisch und Nepali, die sie auch gerufen haben;

- die anderen Kinder sammelten entlang der Strecke des Demo-Zuges den Müll von der Straße ein. 

Das Ergebnis dieser Aktion hat ein Schüler der sechsten Klasse ganz herzerfrischend und lebensnah im Gespräch mit einem Freund zusammengefasst:

"Es ist eine schreckliche, erniedrigende und schmutzige Arbeit, den Müll anderer einzusammeln – ich werde nie mehr meinen Abfall auf die Straße werfen!" 

 

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